St. Klara - News 30. Dezember 2017

Gelungenes Krippenspiel

St. Klara

Heiligabend, 15:30 Uhr, die Straßen von Klarenthal sind menschenleer, doch halt: in das Gemeindezentrum St. Klara strömen auffallend viele junge Familien mit Kindern. Haben sie die Anfangszeit der Familienchristmette falsch verstanden? Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: es sind die 11 Kinder des diesjährigen Erstkommunionkurses, die zur Generalprobe des Krippenspiels in die Kirche eilen, unterstützt von ihren Eltern und Geschwistern. Letzte Technikprobe: steht der Strahler am richtigen Ort und hat vor allem das Funkmikro genügend Strom? Neue Batterien werden bereitgelegt, die Kinder schlüpfen in ihre Kostüme.

Und dann ist es soweit. Pünktlich um 16:30 Uhr greift Herr Weckbacher in die Tasten der Orgel, die Familienchristmette beginnt. Die Kirche ist rappelvoll, die Ersatzstühle werden hervorgeholt und noch einige Reihen zusätzlich gestellt. Wohl mit etwas bangem Gefühl ziehen die Darsteller zusammen mit den Messdienern, den Lektoren und Pfarrer Heimburger in die nur spärlich beleuchtete Kirche ein, angeführt vom Friedenslicht aus Bethlehem, das auf dem Podest der Krippe platziert wird. Und wie von Geisterhand gesteuert erstrahlen auf einmal die vielen hundert Lichter am fünf  Meter hohen Christbaum und auch den Stall der Krippe erleuchtet eine funzelige Birne – schließlich gab es damals vor 2000 Jahren noch keine LEDs.

Anstatt des Evangeliums führen die Kinder dann das Krippenspiel auf, fleißig zuvor einstudiert von den beiden Katechetinnen, die den Erstkommunionkurs leiten, unterstützt von drei engagierten Müttern. Und wie haben sie sich vorbereitet: ein Gasthaus als Kulisse gebaut, die Liedertexte stark vergrößert auf Tafeln aufgeklebt. Diese können die Kinder während der Aufführung sehen, nicht jedoch die Gemeinde – so, wie beim richtigen Fernsehen.

Im Krippenspiel wird nicht nur geredet – die Kinder haben die Texte auswendig gelernt – sondern es werden auch einige Lieder mit Instrumentalbegleitung (von der Tonkonserve) gesungen – so hat man den Eindruck, es wird ein Weihnachtsmusical aufgeführt.

Beifall der Gemeinde direkt nach dem Spiel, aber vor allem am Ende des Gottesdienstes, als Dr. Rollig, der Vorsitzende des Ortsausschusses von St. Klara, ganz offiziell den Dank der Gemeinde an die Mitwirkenden, vor allem die Kinder ausspricht und der ganzen Gemeinde ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto aller Mitwirkenden gibt es noch als Zeichen des Danks für alle ein süßes Präsent.

Text und Bilder: Dr. Wolfgang Rollig

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